
Ulrich Behr
Arbeitsbereiche: Neue Medien/Mixed Media, Künstlerische Fotografie
Vorstellung
Ulrich Behr lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und Kunsttherapeut in Bonn, Köln und Saarbrücken.
Nach dem Abschluss des Kunststudiums im Jahre 1997 in der “Klasse Neue Künstlerische Medien” bei Prof. Ulrike Rosenbach an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken absolvierte Ulrich Behr in den Jahren 1999-2001 das Aufbaustudium “Bildnerisches Gestalten und Therapie” in der Klasse Prof. Gertraud Schottenloher an der Akademie der Bildenden Künste München.
Seit 2006 ist Ulrich Behr als Dozent an der freien Kunstakademie ARTE FACT in Bonn tätig.
Ebenso realisiert Ulrich Behr zahlreiche künstlerische Projekte in klinischen und sozialen Kontexten, wie z.B. seit 2007 die künstlerische Projektarbeit mit Kindern aus einem sozialen Brennpunkt im offenen Kunstatelier GRUPPE ARTIG in Köln-Bilderstöckchen.
Selbstdarstellung
Das Anfertigen von Notizen, assoziativen Skizzen, spontanen Zeichnungen, fotografischen Schnappschüssen und kleinen Materialexperimenten begleitet meinen Alltag.
Motive tauchen spontan auf und verdichten sich zu Themen, denen ich mich nun mit den verschiedensten Materialien künstlerisch widme. Die Arbeiten können auf metaphorische Weise individuelle Befindlichkeiten und sonderbare Phantasien meiner momentanen Lebenssituation widerspiegeln und ebenso gesellschaftliche und historische Bezüge aufweisen.
Jedes Material ist geeignet zum künstlerischen Ausdruck.
Die Hinwendung des Gestaltenden zu einem bestimmten Material spiegelt nicht zuletzt die Parameter der eigenen kulturellen Identität wider. Die Auswahl des künstlerischen Materials beschreibt somit nicht nur Neigungen des Gestaltenden, sondern ermöglicht auch durch die Tragfähigkeit des Schaffensprozess, die notwendige Hingabe, welche eine authentische Beziehung zum eigenen künstlerischen Werk erst möglich macht.
Im weitesten Sinn ist der künstlerische Prozess daher immer eine Arbeit, welche die Beziehungen von Material und Autor untersucht und in ständiger Interaktion in Frage stellt und wieder und wieder neu definiert.
Ist dies nicht auch eine Analogie zu dem, was mich in der Beziehung zu meinen Mitmenschen herausfordert?
Eine hieraus folgernde Erweiterung des Kunstbegriffes führt mich daher in meiner künstlerischen Arbeit auch regelmäßig zur Realisierung von künstlerischen Projekten in klinischen und sozialen Kontexten:
Von der langjährigen, gestalterischen Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften bei der REFUGIO-Kunstwerkstatt für Flüchtlingskinder in München, über den Aufbau einer Kunstwerkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung bei COOPERATIONS in Wiltz / Luxemburg, zur Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen im Therapiezentrum für Folteropfer der CARITAS Köln und der künstlerische Projektarbeit mit Kindern aus einem sozialen Brennpunkt im offenen Kunstatelier GRUPPE ARTIG in Köln-Bilderstöckchen, bis hin zu künstlerischen Projekten in Psychiatrien oder auch in Schulen, wie zum Beispiel im Rahmen des NRW Landesprogramms KULTUR UND SCHULE.